Die Europäische Zentralbank hat ihre Leitzinsen im September um 25 Basispunkte angehoben. Der für die Geldpolitik besonders wichtige Einlagesatz steigt damit auf 2,5 Prozent.
Inflation bleibt im Fokus
Mit ihrer Zinspolitik versucht die EZB, die Preisentwicklung im Euroraum mittelfristig mit ihrem Inflationsziel in Einklang zu bringen. Höhere Zinsen verteuern Kredite und können Nachfrage und Investitionen dämpfen.
Für Sparer können höhere Marktzinsen dagegen bessere Konditionen bei Tages-, Festgeld- oder Anleiheprodukten ermöglichen, wobei Banken Zinsänderungen unterschiedlich schnell weitergeben.
Auswirkungen reichen weit über Banken hinaus
Unternehmen spüren höhere Zinsen bei Investitionsfinanzierungen, Haushalte insbesondere bei Immobilien- und Konsumentenkrediten. Auch Aktien- und Anleihemärkte reagieren auf veränderte Zinserwartungen.
Für die kommenden Monate werden Inflation, Energiepreise und Wirtschaftswachstum darüber mitentscheiden, welchen Kurs die EZB anschließend einschlägt.
