Europa hat nach Einschätzung einer aktuellen Studie nicht erst beim eigentlichen Börsengang ein Problem. Die Analyse der Bertelsmann Stiftung sieht strukturelle Schwächen bereits bei der Finanzierung von Unternehmen in früheren Wachstumsphasen.
Große Wachstumsfinanzierungen fehlen häufiger
Junge Unternehmen benötigen mit zunehmender Größe immer mehr Kapital. Wenn große Finanzierungsrunden in Europa schwieriger sind, können Unternehmen stärker auf ausländische Investoren angewiesen sein oder einen Börsengang außerhalb Europas erwägen.
Das beeinflusst langfristig auch die Tiefe und Attraktivität europäischer Kapitalmärkte.
Kapitalmarkt als Standortfaktor
Leistungsfähige Börsen dienen nicht nur dem Aktienhandel. Sie ermöglichen Unternehmen, Eigenkapital für Expansion, Forschung und internationale Übernahmen aufzunehmen.
Die Debatte um eine stärkere europäische Kapitalmarktunion zielt deshalb darauf ab, Investitionen über Ländergrenzen hinweg zu erleichtern und mehr privates Kapital für europäische Unternehmen verfügbar zu machen.
