Im Einzel- und Versandhandel Baden-Württembergs haben sich Arbeitgeber und Gewerkschaft auf einen neuen Tarifabschluss verständigt. Die Entgelte steigen zunächst um drei Prozent und im kommenden Jahr um weitere zwei Prozent.
Personalkosten steigen für Handelsunternehmen
Von der Vereinbarung sind rund 500.000 Beschäftigte im Tarifbereich betroffen. Auch die Ausbildungsvergütungen werden angehoben.
Für Beschäftigte bedeutet der Abschluss höhere Einkommen. Handelsunternehmen müssen die zusätzlichen Personalkosten dagegen in einer Phase bewältigen, in der Energie, Logistik und weitere Betriebskosten vielerorts ebenfalls hoch sind.
Handel steht zwischen Kosten und Konsumnachfrage
Unternehmen können höhere Kosten nicht automatisch vollständig über Preise weitergeben, wenn Verbraucher gleichzeitig stärker auf ihre Ausgaben achten.
Der Tarifabschluss verdeutlicht damit die wirtschaftliche Balance, die Händler zwischen Personalgewinnung, Kostenentwicklung und wettbewerbsfähigen Preisen finden müssen.
