Die europäischen Anleihemärkte bleiben von hohen Renditen und wechselnden Erwartungen an die Geldpolitik geprägt. Die Rendite zehnjähriger deutscher Bundesanleihen gab am 16. September leicht nach, nachdem sie zuvor den höchsten Stand seit 2009 erreicht hatte.
Ölpreise und Zinserwartungen bewegen den Markt
Sinkende Ölpreise sorgten zwischenzeitlich für etwas Entspannung. Energiepreise beeinflussen die Inflation und damit auch die Erwartungen darüber, wie Zentralbanken ihre Leitzinsen entwickeln werden.
Steigende Renditen von Staatsanleihen wirken sich auf viele andere Finanzierungsbereiche aus. Dazu gehören Unternehmensanleihen, Immobilienkredite und teilweise auch die Bewertung von Aktien.
Kapital wird teurer
Für Staaten und Unternehmen bedeuten höhere Marktzinsen langfristig höhere Finanzierungskosten. Gleichzeitig erhalten Anleger auf sichere Anleihen wieder höhere laufende Renditen.
Wie sich der Markt weiterentwickelt, hängt vor allem von Inflation, Energiepreisen, Konjunkturdaten und den Entscheidungen der großen Zentralbanken ab.
