Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt AutomatedTrain hat auf dem Gelände der Havelländischen Eisenbahn eine vollautomatisierte, fahrerlose Zugfahrt demonstriert. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie förderte die Entwicklung und Erprobung der Technologien nach eigenen Angaben mit rund 41,5 Millionen Euro.
Zug erkennt seine Umgebung selbstständig
Der Demonstrator soll seine Umgebung eigenständig erfassen und auf unerwartete Situationen reagieren können. Damit geht das Projekt über klassische Automatisierungsfunktionen hinaus und untersucht Technologien für einen autonomeren Bahnbetrieb.
Zum Konsortium gehörten unter anderem DB InfraGo, Siemens Mobility, Bosch Engineering, Codewerk, DB Regio, duagon Germany, IAV, Red Hat und die Technische Universität Dresden. Rund drei Jahre wurde an dem Projekt gearbeitet.
Potenzial für flexiblere Betriebsabläufe
Automatisierte Zugfahrten könnten langfristig dazu beitragen, Fahrzeuge flexibler einzusetzen und Betriebsprozesse effizienter zu gestalten. Besonders interessant sind solche Technologien dort, wo Personalengpässe oder komplexe Betriebsabläufe die Kapazität begrenzen.
Eine erfolgreiche Demonstration bedeutet allerdings noch keinen unmittelbaren Regelbetrieb. Für einen breiten Einsatz sind weitere technische Nachweise, Sicherheitsverfahren, regulatorische Freigaben und die Integration in bestehende Bahnsysteme erforderlich. Das Projekt liefert dafür wichtige praktische Erkenntnisse.
