Deutsche Mittelständler überprüfen ihre internationale Aufstellung. Nach einer Untersuchung von KfW Research rechnet fast ein Drittel der befragten Unternehmen mit sinkenden Auslandsumsätzen in den kommenden Jahren. Gleichzeitig läuft die Diversifizierung von Exportmärkten bereits.
Geopolitik verändert Unternehmensentscheidungen
Handelskonflikte, geopolitische Spannungen und veränderte Zölle erhöhen die Unsicherheit für international tätige Unternehmen. Wer stark von einzelnen Märkten abhängig ist, kann deshalb versuchen, Kunden, Lieferanten oder Produktionsstandorte breiter zu verteilen.
Die KfW berichtet zudem von einem steigenden Anteil mittelständischer Unternehmen, die Aktivitäten ins Ausland verlagern wollen. Die Motive können von Marktzugang über Kosten bis zur Nähe zu Kunden reichen.
Diversifizierung kostet zunächst Geld
Neue Märkte aufzubauen ist jedoch nicht kostenlos. Unternehmen benötigen lokale Kenntnisse, Vertriebspartner, Personal und häufig zusätzliche regulatorische Expertise. Eine breitere internationale Aufstellung kann Risiken reduzieren, erhöht zunächst aber auch Komplexität.
Die Ergebnisse zeigen, dass geopolitische Entwicklungen längst in strategischen Entscheidungen des Mittelstands angekommen sind. Wie stark sich daraus tatsächliche Standortverlagerungen ergeben, dürfte von Branche und Unternehmensgröße abhängen.
