Infineon hat in Dresden seine neue Smart Power Fab eröffnet. Mit einem Investitionsvolumen von fünf Milliarden Euro handelt es sich nach Unternehmensangaben um die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Halbleiterherstellers. Rund 1.000 direkte Arbeitsplätze sollen entstehen.
Kapazität für Leistungshalbleiter
Die Fabrik produziert Leistungshalbleiter sowie Analog- und Mixed-Signal-Technologien. Solche Chips werden unter anderem in Fahrzeugen, Industrieanlagen, erneuerbaren Energien, Stromnetzen und der Stromversorgung von KI-Rechenzentren eingesetzt.
Mit dem neuen Werk verdoppelt Infineon seine Fertigungskapazitäten am Dresdner Standort. Die Anlage wurde mehrere Monate früher als ursprünglich geplant eröffnet.
Europäische Halbleiterproduktion
Die Investition fällt in eine Phase, in der Europa versucht, seine Position in strategisch wichtigen Halbleiter-Lieferketten zu stärken. Neue Produktionskapazitäten können Abhängigkeiten reduzieren, lösen aber nicht automatisch alle Lieferkettenrisiken.
Für Dresden stärkt das Projekt den bestehenden Mikroelektronik-Cluster. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeit wird sein, wie schnell die neuen Kapazitäten ausgelastet werden und wie sich die Nachfrage in Automotive, Industrie und Rechenzentren entwickelt.
